48o Von den Grundsätzen «.Maaßregeln
zu machn, suchen müsse. Inder That gereichet nichtssosehr zu einergute»Einrichtung desCameralwesens,als diese Gewißheit der Ausgaben, nicht nur in An-sehung des zu machenden allgemeinen Wirrhschafcs-Eralö, von dem wir bald mit mehreren, handeln wer-den, sondern auch m Ansehung einer genauen R-chkig.keit und des zu verhütenden Unterschleifes. DieseGewißheit wird aber erhalten, wenn man die über un-gewisse Ausgaben geführten Rechnungen mit großerAufmerksamkeit untersuchet, wirthschaftliche Erinne-rungen dabey machet, oder von andern der Sache ver-ständigen leuken mcchen laßt, und all.6 dasjenige,was die Ungleichheit der Ausgaben in erschiedenenJahren veranlasse,, in mehreres Geschicke und bessereProportion zu bringen suchet; besonders aber, wennman sich, soviel möglich, beyallen ungewissen Ausga-beu der Entreprenneurs zu bedienen suchet, davon unsbesser unten eine eigeneRegel mit mehreren, zu handelnGelegenheit geben wird
D Diese Regel muß auch der Regent in allen Aus-gaben, die seine eigene Person betreffen, auf dasgenaueste beobachten, wenn anders ras Eame-al-wesen in Ordnung erhalten weide» soll, als wel-ches gleichsam die Seele desselben ist. Er mußalso in seinen Hand- und Spiel-Geldern, in sei-nen Almosen und andern Wohlrhaten, in suuenkustbarkeire», in seinen Reisen, und kurz, in al-lein Anfwanee, der entweder seine Person berriffr,oder selbst durch seine Hände geht, sich dergestaltmäßigen, daß jährlich nicht mehr als die Simmieaufgeht, die einmal nach reifer Ucberlegung unsnach Beschaffenden der Einkünfte und des Zu-standes der Finanzen darzu ausgeworfen ist. Ei-ne einzige Reise, die der Regent außerordentlichvornimmt, kann in dun Cameiajwese» große Un-ordnungen verursachen. Es ist damnnhcro ebenso ungereimt nicht, daß die spanische Etiquettealle Reisen des Monarchen im voraus festgese-tzet hat. Allein, das war freylich etwas zu ge-
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