zi2 Von Eintheilung der Ausgaben
stakt bekommen. Die beständige Kriegesverfaffungist aufgekommen, und man hat eine Mtnge Regie.rungö-Policey- und Cammer Anstalten gem- chet, da-von unsere Vorfahren gar nichts gewußt haben. Hier.zu ist nun sehr viel Aufwand erfordert worden. Al.lein, gleichwie alle diese Anstalten nur nach und nachentstanden sind; so hat man auch für eine jede neueAusgabe, wie sie sich ereignet hak, einen Fond ausfün.big zu machen gesuchet; und wenn man denselben ge.funden hat; so hat man sich begnüget, ohne an eineallgemeine wohlüberlegte und gerechte EintheilungallerAusgaben zu denken. Allein, sollen wir wohldie Fehler unserer Vorfahren verewigen, und aufdenGrund, den ihre schwache Einsicht und die damaligeBeschaffenheit der Zeiten geleget hak, immer fernerforrbauen? Ich halte es nicht. Daß aber eine solcheVerfahrungSart vielen Unbequemlichkeiten, Schwie-rigkeiten und Unordnungen unterworfen sey, das er.hellet schon aus der bloßen Vorstellung derselben. Diebeste Anstalt, welche das Aufnehmen des NahrungS-standes, und überhaupt die Wohlfahrt des StaatS un-gemein befördern würde, muß bey dieser Verfassungnachbleiben, wenn keinFond darzu ausfündig gema-chet werdenkann. Diestsereignetsichauchgarnichtselten. Man erkennet öfters an den Höfen, daß dieseund jene Sache ungemein mißlich und heilsam seimwürde. Allein, der große Einwarf ist: es ist keinFond darzu vorhanden. Wie kann man auch beydieser Einrichtung versichert seyn, ob man das Wohldes Sraars auf die möglichste Art befördert, und obnicht vielerAufwandnachbleibr, der nothwendiger undmißlicher seyn würde, als verschiedene andere Ausga.ben, welche einmal eingeführet sind. Man übersiehtdie Sache niemals im Ganzen. Man erwäget nurjeden Auswand besonders. Kann aber wohl etwasmehr eine zusammenhängendeBecrachtung erfordern.