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2 (1758) Die Lehre von dem vernünftigen Gebrauche des Vermögens des Staats, und mithin die eigentliche Cameral- oder Finanz-Wissenschaft in sich begreift / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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62V Von Bezahlung der Schulden.

den Zustand der Einkünfte des Staats sehen, wiestark sie sinS, und ob sie sich in diesen und jenen Thei-

stn durch w rchschaftli che Einl ichkunqkn nicht vermeh-ren lasten, oder ob ohne große Bedrückung der Unter-thanen die Abgaben aus diese oder jene Gegenständevergrößert werden können. Endlich aber muß auchder nothwendige Aufwand des Stoatö in Betrachtgezogen werden, der sich auf den Zustand des Hofesund des gestimmten Staats, besonders aber auf dasVerhältniß gegen andere, und besonders benachbarteStaaten gründen muß; um daraus zu beurtheilen,in welchen Puncten sich ohne Nach theil des Regentenund des Staats etwas ersparen läßt.

§. 5-Z.

W edieausfle- Wenn man die zur Bezahlung her Interessen und

zu Michiung Abtragung der Schulden bestimmte Summe sestgcse-

dcr S.hulorn tzet hat; so laßt sich sodann leicht ausrechnen, in wie

wu'die darzu cr- viel Zähren alle Schulden damit genlget werden kon-

fE liche Zeit „en. Z. E. Wir wollen den Fall sitzen, d e Schul-au»jurea,nen. ^ . — , , , ^ „

den eineslLrtaats belaufen sich aus zwanzig Milltonen

Tdaler« Hier ist nun zuförderst zu Bezahli-ng derInteressen, jährlich eine Million Thaler nörh g; unddiese Million muß onö den Einkünften des Staarsgenoinmenwerden, man mag gnTilgung dei Schul-den denken oder nicht. Wir wollen ferner annehmen,daß jährlich zu Bezahlung der Schulden nur ^Ton-nen Goldes ausgesihet werden, welches gewiß dchrmäßig ist; indem in einem nur in etwas beträchcli-chcn Sraate, durch Verbesserung der Einkünfte undEinschränkung des überflüßigen?luf>vandes so vielbarzu gar leicht gewidmet werden kann, ohne daß derAbgang bey nothwendigen Ausgaben und der zeirhe-rigen Haushaltung allzu me>Noch ist. Folglich sindjährlich zu Bezahlung der Interessen und Tilgungder Schulden selbst anderthalb Millionen vorhanden,