Vorrede.
§. 7*
Nachdem unsere Bibliothec von Jahr zuJahr mehr angewachsen, hat sie ihren Sitzmehr als einmahl verändern müssen , bistendlich eine hohe Obrigkeit derselben denje-nigen Platz einräumen lassen, den sie nochdießmahl inne hat. Es ist eine Kirch,die man wegen ihrer Lage, da sie mit demSee umflossen wird , die Wasser-Kirchnennet. Sie ist in drey Theile abgetheilt.Erstlich ist der unterste Boden, in den mandurch die Haupt - Thüre, auf einer stei-nernen Treppe von etlichen Stuffen hinun-ter steiget. Auf diesem Boden ist der grös-seste und vornehmste Theil der Bibliothecenthalten. Von da steiget man auf einersteinernen Wendel - Treppe biß zu der erstenGalerie , auf welcher nebst dem grösten Theilder MSCC. die im Druck ausgegangenenSchriften und Ueberfetzungen hiesiger Skri-benten, so viel Man zur Hände bringenkönnen^ und die übrigen Bücher von allenFacultaten, die auf dem untern Bodenkeinen Platz mehr gefunden, aufbe-halten werden. Von dieser ersten Galeriegehet man auf gedachter Wendel-Treppem die andere Galerie, die den obersten TheitderKirchen ausmachet. Daselbst findet mandie Münzen, Antiquitäten, und andere se-henswürdige Werke der Natur uud Kunst.
«4 §. 8 .