Band 
[Band 3.]
Seite
151
JPEG-Download
 

Fuͤnfften Theils ſechstes Buch. 151

Buͤrgern ein, als wann etliche den Eidsgenoſ-ſen alle ihre Anſchlaͤge entdeckten, und woltebald keiner dem andern mehr trauen. DieſemUnheil nun abzuhelffen fanden die KriegsHaͤupter fuͤr gut, den ihrigen was zu ſchaffenzu geben. Zu dieſem Ende zogen ſie Sonntagsvor St. Johann mit groſſer Macht unter An-fuͤhrung ihres Hauptmanns von Hallweil aus,willens die Stadt Bremgarten, in welcher ſieein heimliches Verſtaͤndniß hatten, zu uͤber-rumpeln. Weil ſie aber die Eidsgenoͤßiſchge-ſinneten, wie auch der Eidsgenoſſen Zuſaͤtzer inguter Verfaſſung angetroffen, mußten ſie un-verrichteter Sachen wiederum abziehen. Denſechsten Julius thaten ſie mit ihren Fuͤhrerndem Grafen von Helffenſtein und dem von Rech-berg in fuͤnffhundert zu Pferd, und ſechshun-dert zu Fuß ſtarck, einen gewaltigen Streiff-zug in das Wenthal, und die Grafſchafft Ba-den, ſtreifften biß auf Zurzach herunter, leg-ten dreyzehen Doͤrffer in die Aſche, und ka-men mit einem Raub von 1500. Stuͤcken Viehsgluͤcklich wiederum heim. Hierauf wolten ſieauf Margarethen Tag die Stadt Bremgar-ten nochmahlen uͤberfallen, aber nicht mit beſ-ſerm Gluͤcke, der Anſchlag ward entdecket,und mußten die ßſo mit ihnen heimliches Ver-ſtaͤndniß gepflogen, aus der Stadt weichen.Die Eiesgenoſſen, nachdem ſie einen Mo-nat lang zu Hauß. 5 alle.te Zu-