86 Geſch. der Schweitzer(1622
Willens uͤber den naͤchſten Berg ins Brettigaͤuzu ziehen; als ſie aber auf der Hoͤhe des BergsFeuer geſehen, und auch hernach der Bretti-gaͤuer Niederlage vernommen, ſind ſie uͤberdie Berge bey Trimmis wieder nach Hauſe ge-zogen. Unterdeſſen haben die von Zuͤrich, alsſie die boͤſen Zeitungen aus Buͤnden vernom-men, zehen Fahnen unter zweyen Zunfftmeiſternanwerben laſſen, und haben dieſelbigen in ihremGebiet hin und wieder verleget, biß der Frie-dens⸗Verglich erfolget. Dienſtags den ſechs-ten September iſt der Graf von Sultz weitersgerucket, und hat die Doͤrffer Buochen im Ca-ſtelſer⸗Gericht, Schiers, Gruͤſch, Sewiß undFanas in Brand ſtecken laſſen, ſo daß ſehr we-nige Haͤuſer uͤbergeblieben. Eben dieſen Taghat er Briefe an den Obriſten ThomasSchmied von Glaris abgehen laſſen, des Inn-halts: Es ſey das Hauß von Oeſterreich ge-ſinnet, die Erbeinigung mit den Eidsgenoſſenaufrichtig zu halten, ſie ſollen ein gleiches thun,und der rebelliſchen Brettigaͤuer muͤſſig gehen,damit die Kriegs Flamme nicht auch etwann zuihnen hinuͤber ſchlage. Dieſen Abend hat erſein Nachtlager um Gruͤſch herum gehabt.Mittwochens Morgens hat er ſich auf der Ma-lanſer⸗Wieſen ſehen laſſen, und ſind etlicheHauptleuthe an ihn geſchickt worden, mit Be-gehren: Er ſolle der Herrſchafft Meyenfeld,als zu welcher Ertz⸗Hertzog Leopold kein 1252
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