8 Vorrede.
ſen, die unſern Sinnen und unſerm Verſtande ge-nug zu thun giebt, und nicht verlangen, daß manuns in den Machinen⸗Saal einlaſſen ſolle. Miteinem Wort, unſer Abſehen iſt, aus dem Na-tur Spiele ſo vieles zu nehmen, als uns merk-wuͤrdig duͤnket, und unſerer Vernunft zur Übungdienet, ohne uns mit Sachen einzulaſſen, die unsim Nachdenken allzuſehr ermuͤden, geſchweigedann mit ſolchen, die unſern Kraͤfften uberhauptallzuſchwehr fallen moͤchten.
Was nun dieſes Werkgen an ſich ſelber be-trifft, ſo hat man allen Überdruß zu vermeidengeſucht, und, ſtatt einer unterbrochenen Abhand-lung, woraus offtmahlen nur Eckel entſtehet,lieber in Geſpraͤchen geſchrieben, welches die al-lerungezwungenſte Art iſt,, welche am meiſtenLiebhaber findet.
Anfaͤnglich wollte man einige beruͤhmte Per-ſonen ſich unterreden laſſen: maſſen man gerneLeute in Geſpraͤchen auffüͤhret, von denen manviel treffliches weis; man ſtellt ſich ſodann vor,als ob man in ihrer Geſellſchafft waͤre, und gibtbeſſer Achtung auf das, was ſie ſagen; Alleinman begreiffet ohne Muͤhe, daß dergleichen Wahlſich zu unſerm vorgeſezten Entzwecke gar nichtgereimet haͤtte. Wenn man Lebens⸗Regeln vor-ſchreiben, oder die menſchlichen Fehler tadelnwollte, ſo koͤnnte man wohl aus der Hiſtorie ei-
nige
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