Vorrede.
chet, iſt es eben ſo beſchaffen, und zweifle ich, obman einen Aldrovandi, Goedart, Malpighi,Grew, Leuwenhoeck und Schwammerdamm zumVorſchein bringen duͤrfte. Es ſind lauter be-ruͤhmte Maͤnner, aber ihre Namen werden ei-nem Geſpraͤche ſein Gluͤck nicht machen. Da-hingegen Perſonen, die man nicht ſo von wei-tem her zuſammen ſuchen darf, allezeit beliebtgenug gefallen, wenn ſie nichts gezwungenes undunnuͤzes vorbringen.
Und wie unſere Abſicht, uͤberhaupt, nur da-hin zielet, denen jungen Leſern die Sache mit-telſt eines freyen und nach ihrem Verſtand ein-gerichteten Geſpraͤches zu erleichtern, nicht aberihre Aufmerkſamkeit zu zerſtreuen, wie geſchehenkoͤnnte, wenn wir zu unterredenden Perſonendeutevon allzubeſondern Eigenſchafften erwaͤhlten, o-der allzuviel luſtiges mit einmiſchten: So habenwir fuͤr das beſte gehalten, den Ort zu einemGeſpraͤche uͤber natuͤrliche Dinge auf dem Lan-de anzuſezen, wohin er ſich auch, nach Beſchaf-fenheit der Sachen, am beſten ſchicket; undnicht einerley Perſonen aufzufuͤhren, ſonderneinige, ſo vermittelſt ihrer Wiſſenſchafft dasGeſpraͤche unterhalten, und andere, ſo, aus Be-gierde etwas zu lernen, ſich mit darein miſchen;auf welche Weiſe man am allernatuͤrlichſten voneiner Materie auf die andere fallen kan.