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Fuͤnftes Geſpraͤch. 145
gehen auf Parthey; Sie laden ſich aller Or⸗ Dieten ganz unverſchaͤmt zu Gaſte, ja ſo gar in Weſpen.
denen Bienen⸗Stocken, und konnen ſich dieBienen ihrer offt kaum erwehren. Iſt keinHonig da, ſo machen ſie ſich uͤber das beſteObſt, und betruͤgen ſie ſich, was deſſen Guͤteandetrifft, im geringſten nicht. Die Abrieo-ſen, zum Exempel) ſind ihnen gar anſtaͤndig,die Kayſer⸗ und Bergamoten⸗Birnen, dieſchoͤnſten Zwetſchgen, die reifſten Traubenund beſonders die Muſtateller, ſind derWeſpen gewoͤhnlichſte Koſt in derſelbigenJahrs⸗Zeit: Denn auſſerdem ſind ſie garlicht leckerhafft; Zu andern Zeiten iſt ih-nen alles anſtaͤndig und da nehmen ſie alles,was ſie in einer Kuͤche erwiſchen koͤnnen:Gefluͤgel, Wildbraͤt, Speck, friſches Fleiſch,ſie verachten nichts. Koͤnnen ſie aber einerFleiſch⸗Bank beykommen, ſo halten ſie ſichan ſelbige und gehen nicht weiter. Sie tra-gen Stückgen Fleiſch, die halb ſo groß, alsſie ſelber, in ihr Neſt, woſelbſten ſie von
denen Weibgen unter die jungen ausgethei-
let werden. Diejenigen Fleiſchhacker wel-che den Vortheil wiſſen, vergleichen ſichmit ihnen und geben ihnen ordentlich einStuͤck Ochſen⸗oder Kalbs⸗Leber. Denndas greifen die Weſpen lieber an, als an-der Fleiſch/ das laͤngere und ſtaͤrkere Faͤſer-gen hat und folglich ſchwerer in Stuͤcke zuſchneiden iſt. Jedoch geſchicht dieſes nicht
1. Theil. K allein