DieSliegen.
218 Schauplaz der Natur.
Wurm⸗Haut zu durchbohren, worinnenes ihr auch endlich gluͤcket; Die Hautſpringt voneinander, und verſchrumpft nebſtdem Kopf und Eingeweide. Hierauf wirddie viele Feuchtigkeit, worinn die Fliege ſteck-te, und welche vielleicht zu ihrer Trennungvon dem Wurme etwas beygetragen, ganzhart, und zu einem Sack oder Schale,welche verhindert, daß man an der Fliegekeine Bewegung oder Leben wahrnehmenkan. In dieſem Zuſtande verbleibet ſie ent-weder nur kurze Zeit, oder aber den ganzenWinter durch nachdem nemlich ſie vieleoder geringe Waͤrme genieſſet. Aus die-ſen wenigen Exempeln koͤnnen Sie ſich ei-nigen Begriff machen von den ubrigen Flie-gen⸗Arten und ihrem Zuſtand, woreln ſienach und nach verſetzet werden.
Die gemeine Fliegen haben keinen Boh-rer damit ſie Holz durchloͤchern koͤnnten,ſondern nur eine Roͤhre, wodurch ſie ihreEyer in muͤrbes, von der Hitze angegriffe-nes Fleiſch, zu legen pflegen, ingleichen inalle andere Sachen, welche ſafftig odermilchhafftig, dabey aber wenig ſalzig ſind.Denn die ſpitzigen Ecken des Salzes zer-reiſſen vielmehr die zarten Gliedmaſſen ih-rer Jungen, als daß ſie ihnen Nahrung ge-ben ſollten. Aus ihren Eyern kriechen Wuͤrm-gen, welche hernach Puͤpgen, und endlichFliegen werden. Ich uͤbergehe mit Still-
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