Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
Seite
221
JPEG-Download
 

Achtes Geſpraͤch. 221

3 Der Wurm, der in dieſer Kugel auskrie, Die— chet, findet nicht nur genugſamen Platz, ſon⸗ Fliegen.

ö dern auch dienliche Nahrung in dem zarten6 Mark des Apfels, welches er ſo lange ge-nieſſet, biß er in ein Puͤpgen, und aus die-ſem in eine Fliege verwandelt wird. So-dann vermerket er ſich ſtark genug, graͤbetſich heraus, und lebt in freyer Lufft. Slekoͤnnen ſich von der Wahrheit meiner Er-zehlung gar leicht uͤberzeugen. UnterſuchenSie die Gall⸗Aepfel, welche im Anfange desSommers wachſen: An dieſen werden Siegar zeitlich Loͤcher wahrnehmen, weil daswarme Wekter die Zeitigung des Eyleins,des Puͤpgens, und der Fliege beſoͤrderthat. Finden Sie beym eroͤfnen etwa eineSpinne, ſo duͤrfen Sie nicht gedenken, alsob ſie aus dem Fliegen⸗Ey entſproſſen waͤ-re: Denn der Platz bleibt ſelten leer, ſon-dern wenn die Fliege ausgekrochen iſt, ſokrlechet gemeiniglich eine Spinne dagegenhinein. Es iſt dieſes eine voͤllig⸗eingerich-tete Wohnung fuͤr ſie, ſie verfertigt einGewebe ſo groß, als es der Raum zulaͤſſet,und fanget die kleinen Mucken hinweg, dieihr Abentheuer dahin fuͤhret.Mit denen Gall⸗Aepfeln, ſo im Herbſtewachſen, iſt es ganz anderſt beſchaffen.Offt faͤllet die Kaͤlte ein, ehe noch der Wurmin eine Fliege verwandelt worden, oder ehedie Fliege ſich durchgraben koͤnnen; a epfel