222 Schauplatz der Natur.
Die Apfel faͤllet nebſt dem Laube ab, und da
liegen ſollte man die Fliege fuͤr verlohren halten;Aber nichts weniger als dieſes, im Gegen-theil iſt ſie vor ihrem Untergang nunmehroauf das ſicherſte bewahret. Sie bringetden Winter in einer guten und warmenWohnung zu, welche noch zum Überflußmit ganzen Lagen abgefallenen Laubes uͤber-decket iſt. Allein dieſe bequeme Winter-Wohnung wird ihr im Fruͤhlinge zu einemGefaͤngniß, ſie ermuntert ſich, ſo balddie Waͤrme ankoͤne et, oͤffnet ſich eine Thuͤr,und ſetzet ſich in Freyheit. Dieſes geſchichtgar fuͤglich, durch ein gar ke. z Loͤchlein,weil ſie ſelber noch ganz klein iſt, und dieRinge, daraus ihr Coͤrper beſtehet, ſich aus-daͤhnen, und nach dem Maaſſe der Oefnungdurchſchmiegen.
Der Chevalier. Der Herr Graf ge-ben anjetzo Mittel an die Hand, um dieUrſache zu begreifen, warum man einenWurm unter der harten Schale einer Ha-ſelnuß finden kan. Ohne Zweifel kommt
er aus einem Ey, welches die Mutter hin-
ein gebracht, da die Frucht noch zart undweich geweſen; wie man denn auch alle-zeit das Loch wahrnimmt, das die alte Flie-ge geſtochen, um ihr Ey hinein zu bringen.Der Graf. Wenn dieſes Loch ſich wie-der zuſchlieſſet, wie bey dem Obſt, bey de-
nen Erbſen und Bohnen geſchiehet, ſokommt
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