Achtes Geſpraͤch. 22
es Nopal ſaugen, bewahren ſie zu Hauſe, und Die
n⸗ ernähren ſie auf Aeſten dieſes Baumes. liegen.
n⸗ Wenn dleſe Kaͤfer herangewachſen, und die
en Regen⸗Zeit voruͤber; ſo ſezt man allezeit ih-
1d rer zwoͤlf oder vierzehen in Paſtles oder klei-
e ne Koͤrbgen, die von Moos, oder von derje-
in nigen Wolle gemacht ſind, die auſſen an den
1 Cocos⸗Nuͤſſen ſizet. Dieſe Koͤrbgen ſezet
et man auf die Nopals. Nach einigen Ta-
n gen bringen die Cochenille„Kaͤfer eine un-
15 zaͤhltge Menge Junge herfuͤr, die Alten le-
E ben nicht lange mehr nach dem Eyer legen,
n und werden alſo zum erſten eingeſammelt.
= Die Jungen kriechen aus den Paſtles, undbreiten ſich auf dem Laub des Nopals al-
Rx lenthalben aus, da ſie dann in drey Mona-
8 then groß genug werden ſelber Junge hervor
zubringen. Dieſe ate Brut laͤßt man leben,die erſte aber nimmt man oder kehret ſie viel-mehr mit einem Inſtrumente, das einemPinſel aͤhnlich ſiehet, hinweg, und ertoͤdetſie. Dieſe zweyte Brut, ſo auf dem Baumverblieben, bringt. ebenfalls nach drey bißvier Monathen Junge hervor; allein dieBeyſorge, ſie mochten alle zuſammen in derRegen⸗Zeit umkommen verurſachet, daßman Alte und Junge wegnimmt, und alſodie dritte Sammlung machet. Jedoch be-haͤlt man einige junge Cochenillen im Vor-rathe, die ihr Geſchlecht im kuͤnftigen Jahrefortpflanzen; Die uͤbrigen toͤdet man alle,
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