Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
Seite
253
JPEG-Download
 

Neuntes Geſpraͤch. 273

—

5 ſchelgen Faͤden an ihnen wahr; anbey ſag⸗ Die mu-5 te mir der Fiſcher mit dergleichen Leute ih⸗ ſcheln.n rer gewoͤhnlichen Höflichkeit, daß die See-

. Muſcheln ohne Faͤden nicht beſtehen koͤnten,

— ſondern daß ſie ſich darmit feſte anhlengen.

5 Ich merkte hieraus ſo viel, daß Ihnen der-

5 gleichen zu ſehen nicht miß fallen wuͤrde, und

75 befahl ihm alſo, bey nächſter Wiederkunft

5 zwey ſteinerne Kruͤge mit See⸗Waſſer mebſt

0 etwas Sand und einigen lebendigen Mu-

5 ſcheln, mitzubringen: Er hat mich ganz wohl

t bedienet, und ehender, als ich geglaubt hat-

5 N te. Ich habe das Waſſer, den Sand, und

die Spinnerinnen in verſchiedene Glaͤſervertheilen laſſen, um zu ſehen, was ſie an-fangen wuͤrden, und nunmehro haben ſchondrey oder viere angefangen zu ſpinnen.153 Denn gegenwartige Schnuͤre müſſen ganz5 gewiß ihre Arbeit ſeyn, weil ſie vorge-ſtern noch nicht vorhanden waren. Sief haͤngen ſich mit dieſem Geſpinnſte an dengroben Kies, dem Anſehen nach, deßwegen,weil ſie es ſo gewohnet ſind, und befuͤrchten,die Ebbe moͤchte ſie ſonſten mit zuruͤcke fuͤh-ren. Allein ich begreife nicht, auf wasWeiſe ſie daſſelbige verfertigen.Der Graf. Kan der Herr Prior et-was von ihren Kunſt⸗Griffen beobachten?Der Prior. Ich bemerke, daß die in die-ſen dreyen Glaͤſern befindliche Muſcheln ei-nen Ruͤßel oder eine Zunge aus ihrer SNf e

2i

,