Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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zehendes Geſpraͤch. 293

eren.

ſuchen ſie auf allerhand Weise dieſem Man⸗ Diegel abzuhelfen. Ich habe ſolches von den Voͤgel.

erſten Canarien⸗Voͤgeln gelernet, die ichaufgezogen. Ich hatte ihnen nichts, als Heu,zu Verſertigung ihres Neſtes gegeben, undweil alſo weder Wolle noch Seide vorhan-den war, ſo gerieth das Weibgen auf ei-nen wunderbahren Einfall: Nemlich esrupfte dem Maͤungen die Federn an derBruſt aus, ohne baß ſich dieſes im gering-ſten widerſetzet haͤtte, und mit dieſen Federnbekleidete es ſeine Wohnung von innen.Der Chevalier. Das iſt erſtaunlich!eber hat nun dieſem Weibgen geſagt, daßes Eyer und Junge bekommen ſolle, unddaß die ſe ohne Waͤrme nicht leben koͤnnen?Der Prior. Es iſt an dieſem Weibgennicht allein die Vorſorge auf das kuͤnfti-ge, ſondern auch ihre Wiſſenſchafft undGeſchicklichkeit, zu bewundern: Oder wennſie einem Vogel ja dergleichen nicht einrau-men wollen, ſo muͤſſen ſie den Finger des-jenigen erkennen, der dem Menſchen dieVernunft gegeben, damit er alle Dingedegreifen kan; den Thieren aber etwas,das der Vernunft aͤhnlich kommt, und ſichzwar nur auf gewiſſe Sachen, aber, ſo vieldieſe betrifft, mit einer erſtaunlichen Ein-ſicht erſtrecket. Iſt dieſes nicht eine un-endlich⸗groſſe Vernunft die dem Vogel dieAnleitung zu Verfertigung ſeines NeſtesT 3 giebt?