342 Schauplaz der Natur.
———aX——
Die Koͤnige und Fuͤrſten. Der Habicht iſt gutogel. zur kleinen Beiz, er iſt liſtig, man kan ihnwohl auf das Feldhun brauchen, und verſie-het er die Kuͤche gar gut. Ein kluger Edel-mann uͤberlaſſet den Falken denen Fuͤrſten,
und begguͤgt ſich mit dem Habicht.Wie Die Weiſe, wie man die Voͤgel abrichtetman die und gebrauchet, iſt ſehr angenehm. ManBe abs bichtet entweder Neſtlinge oder Wildfaͤngeträget. ab. Neſtlinge nennet man diejenigen, ſoman aus dem Neſte nimmt, ehe ſie nochjemahlen ausgeflogen. Wildfaͤnge ſind, die,ehe man ſie gefangen, nach Belieben herumgeflogen ſind. Mit dieſen hat man mehre-re Mühe ſie abzutragen und zu berichten.(abzurichten und zahm zu machen) Allein mitBedult und Geſchicklichkeit werden ſie luſtigund fahren wohl.(ſind geſchickt und gut zubrauchen) Sind ſie gar zu wild, ſo laͤßt manſie Hunger leiden, man laͤſſet ſie in drey bißvier Tagen und Naͤchten nicht ſchlafen, und
bleibt beſtaͤndig um ſt
woͤhnen ſie ſich an den Falkomer, und thunendlich alles, was er will; Seine vornehm-ſte Sorge iſt, daß er ihnen lernet auf derFauſt zu ſtehen, ſitzen, zu ſteigen, fliegen,wenn er ſie wirft,(loslaͤſſet,) auf den Vor-laß oder zum Feder⸗Spiel zu fliegen und aufdie Hand zu kommen, wenn man ſie ludertoder rufft. Anfaͤnglich bindet man ſie miteinem Bindfaden, oder mit einer la 5 2
ie. Auf dieſe Weiſe ge.
Kr 2 eee e