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Eilftes Geſpraͤch. 245
die man auf neun biß jehen d Ruthen auslaſ⸗ Dieſen kan, damit ſie nicht ire werden(durch⸗ Vogel.
gehen) koͤnnen, wenn man ſie rufft. Die-ſes geſchicht ſo lange, biß ſie gute Hand⸗Voͤ-gel werden, und allezeit auf das Ruffen zu-ruͤcke kehren. Damit man ſie aber dazu ge-woͤhne, muß man ſie mit dem Federſpieloder Vorlaß rufen(anlocken.)
Der Vorlaß iſt ein Stuͤck rothes Tuchoder ein Holz, das einen Schnabel, Swin-gen und Faͤnge hat. Auf dieſem werden ſiegeazet. Will man nun den Vogel ruffen,ſo ſchwinget man den Vorlaß in die Hoͤhe,auf den er ſo gleich fleugt, wenn er ſein ge-woͤhnliches Luder(fraß) erblicket, und eingewiſſes Geſchrey dabey machen hoͤret. Mitder Zeit iſt die Stimme allein hinlaͤnglich.Die verſchiedenen Federn an dem Vorlaßheiſſen eigentlich das Feder⸗Spiel Manverändert dieſe Federn, nachdem man denFalken auf Milanen, Reiger oder Rebhuͤner,abtragen will, nemlich auf Milanen beſtecktman den Vorlaß mit Milanen⸗Schnabelund Federn, und alſo wird es mit denen au-dern ebenfalls gehalten. Damit man auchden Vogel auf den Naub begierig mache, ſodindet man auf den Vorlaß Huͤner oder an-der Fleiſch, das aber allezeit unter den Fe-dern des Wildprets, darauf man ihn abtra-gen will, verborgen ſtecken muß. Man thutZucker, Zimmet, Mark und ander Gewuͤrz
Y 4 hinzu