Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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DieErd-Thiere.

3266 Schauplatz der Naturjunge Woͤlfe, ein hundert Rehe, Kaͤlber,und ſo viel junge Loͤden zuſammen: Koͤn-te man ſie nicht aufziehen„ zaͤhmen, ausjeder Art eine Heerde machen, und hernachauf die Weide treiben, wie man mit denSchaafen und Kuͤhen zu thun pfleget?Der Chevalier. Das iſt ohnmoͤglich.Ich weiß, daß man ſie aufziehen, und in

etwas zaͤhmen koͤnte. Allein dieſe Thie,

re behalten dennoch allezeit ihre wilde Na-

kur, bleiben Leutſcheu und falſch. Man

wuͤrde ſie niemahis lange erhalten, vieltoe-niger Heerden⸗weiſe weiden koͤnnen. Wiehaben in unſerm Hauſe zwey junge Wolſe

gehabt, die ganz heimlich ſchienen, allein

man betrog ſich gewaltig: Eines Tages

fiengen die schlimmen Boͤgel Haͤndel anmit einem Hunde, zerrieſſen ihn, biſſenzwey Ziegen tod, und lieffen davon in den

ald. NDer Prior. Sie haben bißhero geglaubt/

es ruͤhre von dem menſchlichen Fielß het,daß ein einſger Hirte, oder nur ein Kindmit einem Nuͤthlein, eine al Heerde

Nind⸗Viehe, Ziegen oder Schaafe, vorſich her treiben kan: Was halten Sie nun-mehro davon, da Sie es reiflicher erwaͤgen?

Der Chevalier. Ich ſehe wohl) daß dieVerſammtung der Thiere in Heer den von

G Ott allein herruͤhre, und eitſe der ſchoͤn-ſten Gaben ſey, damit er uns Ap1 0 7 E 0