Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
Seite
367
JPEG-Download
 

woͤlftes Geſpraͤh. 367

Der Prior. Wenn man auch gleich die DieLoͤwen und Bären zaͤhmen koͤnnte; ſo wuͤr⸗Erd:de man ſie doch niemahls zum arbeiten oder Thiere.

Laſt⸗Tragen abrichten koͤnnen. Geſezt auch,es waͤre dieſes moͤglich; Wuͤrden ſie flmit bloſſem Gras begnuͤgen laſſen? Die

D

Auferziehung veraͤndert nichts an den na-

luͤrlichen Neigungen, und wenn man ſie

nach den ihrigen futtern wollte, ſo wuͤrdenſie ſhrem Herrn, an ſtatt ihme ſeine Arbeitzu erleichtern, gar bald an den Bettel-Stab bringen, weil ſie fleiſchfraͤſſig und un-baͤndig ſind. Hingegen koſten fade

me Thiere wenig zu unterhalten, und ar-

beiten viel; Sie bleiben lieber bey demPenſchen, als in ihrer eigenen Freyheit;Sie haben groſſe Staͤrke, und wenden ſienur dem Menſchen zu gute an; Sie ge-horchen ihm als ihrem Herrn; Was erihnen befiehlet, das wird ſogleich vollzogen.Was verlangen ſie aber fuͤr Belohnungdor alle dieſe Dienſte? Etwas Gras, oderHeu, oder auch die allerſchlechteſten Koͤr-ner, erfuͤlen all ihr Wuͤnſchen und Ver-langen, ſie achten keine Fleiſch⸗Speiſen,auch nicht die allerkoͤſtlichſten; Sie fliehenvlelmehr davor, als vor Gifft. Ruͤhret die-ſes von unſerer Geſchicklichkeit her, daß ſievon Natur dermaſſen zur Maͤſſigkeit ge-neigt find? oder, haben wir den hieraus zuunſerm Beſteneimſpkingen en eke

f Fleiſſe