Achtes Geſpraͤch. 219ſten, wobey die Wurzel⸗Erde allemahl ein Das Be-wenig hoͤher muß gehalten werden, als der ſchnei-Rand am Kaſten ſtehet. Wird hernach den.der Feigenbaum kein ſtarkes Holz mehrtreiben, muß man die Erde zu den Seitenerfriſchen, oder ihn in einen geraͤumigernKaſten ſezen. Nach zwanzig Jahren wer-den die groͤſſeſten Kaͤſten fuͤr die Feigen-baͤume zu klein, und da kan man ſie in dasfreye Feld ſezen, und noch gar wohl ge-brauchen. i
Der Prior. Zuweilen ſezet man dieFeigenbaͤume in Spaliere; Allein dieſerBaum liebet die Freyheit zu ſehr, und treibtzuviel Holz, als daß er ſich ſo zwingen lieſ-ſe. Zwar kan man ihn mit Gabeln un-terſtuͤzen, die etwan einen Schuh weit vonder Mauer ſtehen; allein es gereichet einſolcher Wald, der nahe an einer Mauerſtehet, welche unten ganz nackend herſie-het, dem Garten nicht zur ſonderlichen Zier-de, ſo verurſachet auch der Winter, ohn-erachtet aller Vorſichtigkeit, oͤfters groſ-ſen Schaden. a
Der Graf. Man laͤſſet es alſo beymFeigen⸗Buſch⸗Baͤumen und bey Feigen-Baͤumen im Kaſten bewenden. DenWinter uͤber bedeckt man die im freyenKale ſtehende mit Strohdecken gegen die
aͤlte. Die Baͤume im Kaſten ſezet manin das Gewaͤchs⸗Haus. Dieſe 795ziehet