Fehendes Geſpraͤch. 283
kluͤglich mit den Melonen. Weiß man an Jülſen-einem Ranken zwey oder drey ſchoͤne zu Fruͤchte.erhalten, ſo kan man die uͤbrigen wegneh-
men, damit die auserleſenen wenigen deſto
beſſer fortkommen.
So bald die Naͤchte gelind werden, hebtman die Glocken weg, damit die freye Lufftund haͤufiges Begieſſen das Wachsthumbefoͤrdern. So bald die Melone die Groſ-ſe einer Fauſt erreichet, begieſſet man ſienur allezeit den dritten Tag. Erlanget ſieihre voͤllge Groͤſſe, ſo wird ſie gar nichtmehr begoſſen, denn eben durch bie Trock-ne bekommt ſie einen ſuͤſſern und weinhaff-tigern Geſchmack, als wenn ihr Safft2 das viele Waſſer nur verduͤnnetwird.
Der Chevalier. Wie erſtaunlich vie-le Fruͤchte und Pflanzen liefert uns ein ganzkleiner Raum!
Der Prior. Was ich am meiſten be-wundere, das iſt nicht der Überfluß, wle-wohl auch dieſer genug wunderbahres zei-get; ſondern vielmehr die weiſe Aus thei-lung aller dieſer Fruͤchte, nach den Beduͤrf-nuͤſſen, die jedwede Jahrs⸗Zeit und jedwe-des Land erheiſchet. Den Winter uͤber,wenn die Erde ruhet und nichts traͤget, ſon-dern friſchen Safft zu erhalten trachtet, ge-nieſſen wir eines reichen Vorraths von
dauer-