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Zweyter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde befindlich.
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326
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DasSetrap-de.

Safran.

Senf.

326 Schauplaz der Natur.

Der Prior. Ich halte es zwar demProvenſer-⸗Oele an Guͤte bey weitem nichtgleich, doch iſſet man taͤglich ohne Scha-den davon: Es befindet ſich ein groſſer Un-terſchied zwiſchen dem Oplo, das man ausdem Mohn ziehet, wenn er faſt zeitig iſt,durch einen Schnitt in ſein Haupt, undzwlſchen dem Oel, das man aus ſeinemSaamen bereitet.

Auf die oͤlichten Saamen folgen aller-hand gebraͤuchliche Pflanzen, die man insAcker⸗Feld ſaͤet, als der Safran, derSenf, der Hopfen, der Weid, der Tabacund andere mehr.

Der Safran iſt der groͤſte Reichthumeiniger Landſchafften, ſonderlich der Gati-neſiſchen,(Gatinois) woſelbſt er vortreflichgut waͤchſet. Er kommt aus Zwiebeln,bluͤhet erſt nach zwey Jahren im Septem-ber und October. Dieſe Bluͤthen ſindſchoͤn und haben einen Griffel mit drey Ae-ſten, die man Spitzen(kfleches) nennet.Dieſer Griffel iſt das einige, was man ander ganzen Pflanzen gebrauchen kan, unddasjenige, was man eigentlich Safranheiſſet. Er dienet in der Faͤrberey, die Koͤ-che geben ihrem eingemachten zuweilen eineleichte gelbe Farbe damit. Die Nordi-ſchen Volker lieben ihn beſonders.

Der Senf iſt ein ſehr kleines Korn, dasman zu einem gelben Meel.