Derwein.
Permi-ſchung.
190 Schauplaz der Natur.
ne Beeren wegnehmen muß. Ich bindeden Leuten feſt ein, ſie ſollen die Traubenrecht kurz abſchneiden, well der Stiel bit-ter lſt, und dem Wein einen Holz⸗Ge-ſchmack giebt.
Die zweyte Leſe geſchiehet an denen groſ-ſen, vollen, und etwas weniger⸗ zeitigen,Trauben. Die dritte an den gruͤnen, fau-len vertrockneten, kurz zu ſagen, an demAuswurf. Jedwede Gattung wird inbeſondere Kufen geworfen, und giebt, wieleicht zu erachten, auch dreyerley Moſt.
Dieſe erſte Arbeit, worauf gewaltig vlelankommt, kan man noch ae andereWeiſe zur Vollkommenheit bringen. Ichhade Wein⸗Gebuͤrge von unterſchiedlichenEigenſchafften. Eines lleget in gar ſehrleichtem und ſteinigtem Boden, und giebtleichten Wein von gutem Geruche. Dasandere, ſo auf kraͤftigerm Boden lieget,giebt auch dickern und ſtaͤrkern Wein.Will ich nun dieſe gute Eigenſchafften ineinem einigen Wein vereinigen, und einenmit dem andern verbeſſern, ſo muß es ent-weder geſchehen durch Vermiſchung derTrauben aus beeden Gebuͤrgen, oder imKellet durch Vermiſchung der ausgekel-ten Weine, Laſſe ich die erſtere Vermi-ſchung anſtehen, und nehme ſie blos mitden Weinen fuͤr, ſo laufe ich ada, 5
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