Band 
Zweyter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde befindlich.
Seite
431
JPEG-Download
 

Funfzehendes Geſpraͤch. 431

————— 2re Hauffen heraus kommen, die an Groͤſ⸗ Dieſe 1220 Bergen zu vergleichen waͤren, Walderworauf man das Holz abgehauen. Braͤch-te nun die Erde es aus ihrer Subſtanz hervor, und erhlelte es auch aus ſelbiger, ſo muͤ-ſte ſie ihr Eingeweide daruͤber verzehren.Die Berge wuͤrden durch ſo viele tiefeWurzeln ausgeſogen und aufgefreſſen, undnaͤhmen merklich ab an Groͤſſe. Sie wuͤrdeſich immer mehr ausleeren, zuſammenſin-ken und ſeit langer Zeit den Ebenen ganzgleich ſeyn. 8 ö 5

Mit der Erde/ die unſere Waͤlder unter- Verſuchhaͤlt ohne Verminderung ihrer Hoͤhe und den Hel-Dicke, hat es eben die Bewandniß„als mont an-mit der Erde in einem Kaſten, worinnen geſtellet.ein Pomeranzen⸗Baum ſtehet. Wennman zwey Centner Erde in den Kaſtenſchuͤttet, und den Baum hlnein ſetzet, ſowird ſie nach drey biß vier Jahren eben ſoſchwehr waͤgen, als im Anfange.

Der Chevalier. Unterdeſſen hat derPomeranzen⸗ Baum zugenommen: Erhat zwey biß dreymahl neue Blaͤtter undFruͤchte getragen. Dieſe haben ihreSchwere: Wo hat er ſie dann herge-nommen? i

Der Prior. Weil die Erde das vori-ge Gewicht ganz genau behaͤlt, ſo muß dieMaterie zum Wachsthume anderswo her-kommen. Die Erde iſt nur der Ort, ſo

die