DieBrun-nen.
130 Schauplatz der Natur
dem Meer⸗Waſſer abzuſcheiden, und ihmſeinen bittern Geſchmack zu benehmen; wel-ches ein unvergleichlſcher Vortheil in derSchiffarth waͤre. Unterdeſſen weiß manaus unzaͤhlig⸗ angeſtellten Verſuchen, da
es ganz vergeblich waͤre, wenn man es aue
hundertmahl durch Sand und in hundertGefaͤſſen abziehen wollte. Alles, was manerhalten kan, iſt, den Grad ſeiner Sa
zigkeit zu vermindern: Ohngeachtet alleßkuͤnſtlichen Zubereltens, davon man ſo vielWeſen machet, behaͤlt es dennoch einenſalzigten und harzigten Geſchmack, welchees ſowohl, als alle darinnen gekochte Spel/ſen/ unertraͤglich machet. Denn es zerſchneidet die Eingeweyde der Leute, ſo es ge-brauchen, und vermiſchet ihren Urin m
Blut aus den kleinen Blut⸗Gefaͤſſen, die
es mit ſeinen Salz⸗Spitzen zerriſſen hat.
Der Chevalier. Alles Ubel kommt vie,
leicht nur daher, weil wir nicht recht mdem Durchſeyhen umzugehen wiſſen. 805weiß dieſes beſſer anzuſtellen, als wir. 8
lieget mir beſtaͤndig im Sinne, daß daß,Meer ⸗Waſſer ſein Salz in dem Sand, wo grauf es ſtehet, zuruck laſſe, und allm 0
lig durch den Sand und durch die Erde em,por ſteige, welches beedes weiß nicht wa
vor eine Krafft hat, es an ſich zu ziehen,Und muß es wohl richtig ſeyn, daß Sa g
1zund andere Materien das Waſſer an ſichziehen!