464 Schauplatz der Natur
Die ruckgeblſebene Gold weit feiner als es vor fVerg⸗ſeiner Verſetzung mit Silber geweſen war.Werke. Will man es noch hoͤher gradiren? So
ſchmelzet man dieſen Gold- Kalch mit fri-ſchem Silber) ſchüttet beedes abermahlenin Scheide⸗ Waſſer, und bringet alſo jemehr und mehr allen Zuſatz hinweg/ dendas Scheide ⸗ Waſſer in ſich ſchlucket.Den Gold⸗Kalch laͤſſet man beſonders, mitein wenig Borax flieſſen, welcher geſchwindealle deſſen Theile auf einen Klumpen ſamm-let, wornach man es wieder in Stangengieſſen kan. 3 iDer Chevalier. Ich bewundere dieEigenſchafft dieſes Waſſers, ſo nur dasSilber wegnimmt/ und das Gold mit groͤ-ſeſter Treue uns uͤberlaͤſſet. Iſt denn abernoͤthig/ zwey biß drey Mark Silber in dieSchanze zu ſchlagen/ um eine einige Mark-Goldes rein zu machen? Denn da ſie ein-mahl im Scheide⸗ Waſſer ſtecken/ ſo wer-den ſie verlohren ſehn.. fDer Prior. Weit gefehlt! Es gehetkein Koͤrnlein verlohren, vielmehr wird dasSilber noch hoͤher durch dieſes Mittel gra-dieret. Man nimmt das Scheide⸗Waſ-ſer mit dem aufgeloͤſeten Silber, ſchuͤttetes in einen irrdenen Napf unter ſieben oderachtmahl ſoviel Brunnen⸗Waſſer/ und le-get einige Stangen Gar- Kupfer dazu.Ich weis nicht, was vor eine a er1