484 Schauplatz der NaturK———
Die weilen in einem Bley⸗Glanz findet, worinnenBerg⸗ man es zu ſuchen durch die Erfahrung ge-Werke. lernet hat. Aber in den Pooſiſchen und ei-
nigen andern Americaniſchen Silber⸗Gru-ben, auch in den teutſchen Berg⸗Werken)findet man es glaͤnzend in den Gaͤngen, undkan es von andern Erz leicht unterſcheiden.Zuweilen liegt es zerſtreuet im Geſteineoder wirft in ſelbiges von auſſen kleineAeſte. Man findet es gar offte in Faͤden bey-ſammen, wie ausgebrennt Silber, endlichfindet man es auch gediegen, faſt ohne allenUnrat. Dieſe Stuͤcken waͤgen bißweilenein Quint, eine Unze, eine Mark, ja meh-rers. Zu Zeiten Kayſer Friedrichs III. fan-de man in dem Schneebergiſchen BergWerke, ſo dem Hauſe Sachſen zugehoͤret, ei-nen Klumpen Silber von auſſerordentlicherGroͤſſe. Herzog Albrecht verlangte ihn zuſehen, fuhr in die Grube hinunter, ließ dieTafel auf ſelbigem decken und ſagte zu de-nen mitſpeiſenden Cavallieren: KayſerFriedrich iſt zwar ein maͤchtiger Herr, dochmuͤſt ihr geſtehen, daß mein Tiſch mehrwehrt iſt, als der ſeinige.(*) Da 11i 5
(* Der Herr Baron Puffendorff ſagt, in ſeinerEinleitung zur Hiſtorie, in dem Capitul vonSachſen, es haͤtte dieſer Silber Klumpen400. Centner gewogen. Allein Agricola,ein Mann von groſſem Verſtande, der in ſelbieser Gegend, und kurz nach Albrechts To?