Betrachtung der ganzen 17. idie Anfangs ⸗Grüunde der natuͤrlichen Re-
des Schauplaczes. 14
ren Verrichtungen bequem werden: Wirbedienen uns auch ihrer mit Gewißheit, umetwas anzugreiffen und zu bearbeiten.
Gott hat Hunger und Durſt in uns gele-
get, aber auch zugleich einen genugſamenVorrath auſſer uns angeordnet, von wel-
chem wir dieſe doppelte Begierde ſtillen koͤn-
nen.Wenn Gott zwey Dinge alſo ordnet,
daß ſich eines auf das andere beziehet, ſo ge-
ſchiehet dieſes niemahlen vergeblich. Folg-lich iſt es auch nicht vergeblich geſchehen,daß er zu allen Zeiten und an allen Ortendem menſchlichen Herzen eine unuͤberwind-
liche, beſtaͤndige und gleich⸗dauerhafftige
Begierde nach einer groͤſſern Einſicht und
Gluͤckſeeligkeit eingepflanzet hat. Alſoduͤrſten wir nicht umſoͤnſt nach der Erkaͤnnt-
niß/ unſer Hunger nach dieſem Gluͤck wird
9 werden. 5 Dieſe 0 6 8cken mein Innerſtes zur Freudigkeit: DieWel har nit ſcen
ligion entdecket; nunmehro treibet ſie michauch, ſolche Mittel zu ſuchen, wodurch ich
mich dieſer Gluͤckſeeligkeit verſichern kan.
Man koͤnte an dieſem Orte zu dem, was
wir bereits von den erſtern Eigenſchafften
Gottes wiſſen, auch die Erkaͤnntniß ſeinerGerechtigkeit und Vorſorge anfuͤgen. Alleinwir muͤſten uns ſodann von dem Schau-Mm 3 platz