Sollte nicht der Menſch noch andereVorzuͤge haben, welche ſchaͤtzbarer ſind,als alle die vorhergehenden? Wir muͤſ-ſen ihm zwar auf keine Weiſe ſchmei—cheln; Wir muͤſſen ihn durch Beyle-gung hoher Eigenſchafften nicht zumHochmuth verleiten: Und ſo angenehmals es iſt, den Zuſtand des Menſchenund ſeiner Gerechtſame zu unterſuchen;So muß man doch ihm ein mehrersnicht beylegen, als ihme von Rechts-wegen zukommt.
Woferne er ſich keiner groͤſſern Ge-walt anmaſſet, als ihme zuſtehet; Wo-ferne er alle Dinge nur deswegen zuſeinem Nutzen anwendet, weil es ihmerlaubet iſt, dieſes zu thun; ſo folgetaugenſcheinlich, daß wir erfahren, zuwas fuͤr einem Endzwecke unſere Weltbeſtimmet ſey, indem wir uns bemuͤhendie Vorrechte des Menſchen zu wiſſen.Koͤnnten wir wohl, zum Beſchluſſe un-ſerer Unterredungen uber die Natur,eine Materie ausſuchen, welche edlerund zu wiſſen nothwendiger waͤre?
Unterdeſſen muß man auf der andernSeite auch dieſes geſtehen, daß die Un-terſuchung des Menſchen eine beynaheunermeßliche Unterſuchung iſt. Die
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