ne Fehler weder aufzuſuchen, noch zu be-ſtrafen. Unſere Abſicht iſt, das Werkder Suͤnde von dem Werke Gottes zuunterſcheiden, und den Menſchen indemjenigen Zuſtande anzuſehen, in wel-chem er aus den Haͤnden des Schoͤpfersgekommen war: Oder, woferne wir jaſeinem Bildniße nicht eben die Schoͤn-heit und die Majeſtaͤt beylegen, damiter in den Zeiten ſeiner Unſchuld pran-gete; So hoffen wir doch, ihn ſoweitzu bringen, daß er uns den Verdruß,ihm ſeine Fehler vorzuruͤcken, erſpahre;von ſelbſten eine Vergleichung zwiſchenſeiner gegenwartigen Unfoͤrmlichkeit,und dem koſtbaren Reſt ſeiner ehemah-ligen Vollkommenheit, anſtelle, und nachden Mitteln frage, wodurch ihm GOttdieſelbe von neuem beylegen will. DieBildung, welche ihm die Weisheit desSchoͤpfers mitgetheilet hat, kan zwarzimlich verſtellet, aber nicht ganzlichausgeloͤſchet werden; Sein Gluͤck iſt,wenn er dieſelbige bemerket.
Der Menſch muß wiſſen, daß zu ſei-nem Gebrauche alles beſtimmet iſt, wasdie Natur hervor bringet, und daß erihren Urheber dafuͤr loben ſolle. Er
befindet ſich gleichſam in der Mitte ꝛwi-
ſchen