Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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2err-ſchafftdesMen-ſchen.

Schauplatz der Natur.

bohren werde, Sanftmuth und Friede ſindſeine wahrhafftigen Reichthuͤmer. Haternoͤthig ſich zu beſchuͤtzen, ſo kommen ihm dieThiere zu Huͤlfe. Das Holz und die Stei-ne ſetzen ſeinem Feinde einen Wall entge-gen. Das Salz, der Schwefel, das Feuer,das Eiſen, ja die ganze Natur, vereinigenſich, und kaͤmpfen vor ſeine Sicherheit.

Will man bey der genaueſten Wahr-heit bleiben, ſo hat er freylich nur eine mit-telmaͤſſige Geſchwindigkeit, nur mittelmaͤſ-ſige Groͤſſe. Unterdeſſen verurſachet dochſeine zu allen Unternehmungen bequeme Lei-bes⸗Geſtalt, und ſeine mannigfaltige Ge-ſchicklichkeit, daß ihm auch die allerwilde-ſten Thiere gehorchen und dienen. DieſeWahrheit werden wir noch beſſer einſehen,wenn wir einige von ſeinen Gliedmaſſen ins-beſondere betrachten.

2. Was wir bißhero, an dem Bau desganzen menſchlichen Leibes, und an demrichtigen Verhaͤltniß zwiſchen ſeiner Groͤſſeund der ihme beſtimmten allgemeinen Herr-ſchafft uͤberhaupt bemerket haben, das koͤn-nen wir an ſeinen Beinen und an ſeinenArmen insbeſondere wahrnehmen.

Bey dem erſten Anblicke ſcheinet dasBein des Menſchen vielmehr ein zierlichesGeſtelle, als ein Werkzeug der Geſchwin-digkeit, zu ſeyn. In der That haben auchdie meiſten Voͤgel und vierfuͤſſige Tiein