DieHerr-ſchafftMen-ſchen.
90 Schauplatz der Natur. N
Wash Fe g N e de F gp eg igvielfaͤltige Ubung, ihnen eine ungewoͤhn-liche Fertigkeit beybringet. Geſchiehet es,daß man ſie gewoͤhnet, auf ein gegebenesZeichen, diejenige Bewegung vorzuneh-men, die man verlanget; So hat doch die-ſe Geſchicklichkeit ihren Siz nur allein inihrem Lehrmeiſter, und beweiſet keine be-ſondere Faͤhigkeit an ihnen ſelber: Viel-weniger dienet ſie zu einem Merkmahle,als ob ſie die erlernete Kuͤnſte in einer ge-wiſſen Abſicht ausuͤbten, oder dieſe Voll-kommenheit durch Überlegung erlanget haͤt-ten. Mit einem Worte: Alles, was ſieaus eignem Triebe vornehmen, das er-ſtreket ſich nicht weiter, als biß auf dieGraͤnzen ihrer beſondern LebensArt; Al-lein, da der Arm des Menſchen ein allge-meines Werkzeug iſt, ſo erſtrecken ſich auchſeine Unternehmungen und ſeine Herr-ſchafft eben ſo weit, als die Fruchtbar-keit der Natur.
Haͤlt ſich dieſer Arm gerade und ſteif,ſo thut er die Verrichtungen eines Hebe-baumes oder eines Ruhe⸗Balkens; Beu-get er ſich nach den verſchiedenen Gelen-ken, worein er abgetheilet wird, ſo ſtelleter einen Bogen und allerley Arten vonTrieb ⸗Federn vor. Ballet er die Fauſtzuſammen, ſo ſchlaͤgt er damit, wie mit ei-nem Hammer. Will er die Flaͤche derHand in eine runde Hoͤhlung 5 0