Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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che nichts davon verſtehet. Er hat ihnHaͤnde gegeben, womit er alles ergreifferund zubereiten kan, was zu ſeiner Nah—rung, zu ſeiner Heilung und zu ſeiner Be—ſchuͤtzung dienet: Er hat ihm einen Ma-gen gegeben, der im Stande iſt dasjenigewohl zu verdauen, was der Mund geko-ſtet hat. Auf dieſe Weiſe iſt er, ohngeach-tet ſeiner gaͤnzlichen Bloͤſſe, dennoch voll-kommen ausgeruͤſte. Gott zeiget ihmdas Verhaͤltniß, das er zwiſchen ſeinenGliedmaſſen und denen um ihn befindlichenSachen angeordnet hat, und noͤthiget ihndurch ſo vielerley Beduͤrfniſſe, daß er ſeinVermoͤgen und ſeine angebohrne Geſchick-lichkeit gebrauchen lernet. Er hat ihn alſooffenbar zum Beſitzer des Erdbodens ge-macht, damit er, durch ſeine Anſtalten, Ord-nung auf demſelbigen erhalte, welche wie-derum verſchwindet, ſobald ſeine Herrſchafftzu Grunde geht. Aber zu gleicher Zeit, dada ihn Gott ſo hoch erhude, und, durchdie Gewalt zu herrſchen, zu ſeinem Eben-bild machte, gab er ihm auch das Gewiſ-ſen, um ihn vor dem Mißbrauch dieſer Ge-walt zu bewahren, wie wir zu ſeiner Zeitſehen werden. Gleichwie aber die Erfah-rung den Menſchen lehret, er ſey deswe-gen auf der Erde, damit er ſie beſitzen ſol-le; alſo üͤberzeuget ſte ihn auch, daß er die-ſe Herrſchafft mit ſeinen Brüdern theilenmuͤſſe:

78 Schauplatz der Natur.