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DieHerr-ſchafft
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Men-ſchen.
80 Schauplatz der Natur.
rſeines Gewiſſens zum raſenden Ungeheuermacht. Wir ſehen alſo, wie genau Ver-nunft und Erfahrung mit der Schrifft uͤber-einſtimmen. 5
Die Vernunft geraͤth nur auf Irrwe-ge, wenn ſie voran gehen, oder wohl gar
ſich einen eigenen Weg ſuchen will. Da-
her geſchiehet es/ daß der Indianiſche Welt-weiſe vor das Blut einer Fliege ſehr groſſeEhrerbietung hat, und daß hingegen derBraſtlianer das Blut ſeines Neben⸗Men-ſchens, wie Waſſer, ſaufft.
Unterdeſſen, obgleich die Stimme derOffenbahrung in ihrem Lande nicht gehoͤ-ret wird, ſo redet doch die Erfahrung unddas Gewiſſen zu ihnen. Dieſe ſagen ih-nen einhellig, der Menſch ſey zwar dazugemacht, daß er auf Erden herrſchen ſolle,allein dieſe Herrſchafft ſey zwiſchen ihm undſeinen Bruͤdern getheilet. Hingegen dieThiere ſeyen weiter nichts, als Werkzeugeund Nahrungs-Mittel, die GOtt zumDienſte der Menſchen belebet hat, und taͤg-lich vermehret, die aber alles in Unordnungbringen wuͤrden, wenn wir unterlaſſen woll-ten, dieſelbe zu unſerm Gebrauche anzu-wenden. Die Stimme der Erfahrung unddes Gewiſſens hat alſo zu allen Zeiten ge-lehret, es beſtehe die wahre Tugend nichtdarinn, daß der Menſch dem zugelaſſenenGebrauche aller Dinge gaͤnzlich alfaon-