832 Schauplatz der Natur.
ſſen Sckel/ ja Srauſen und Enſſehen ver,
urſacht.
Es ſcheinet, als ob dieſe unmenſchlicheFrucht des Hochmuths und der Rachbe-gierde, vor der Suͤnd fluth, allenthalben imSchwange geweſen ſey. Man kan die zueiner gewiſſen Zeit uͤberhand genommeneLaſter aus den Geſetzen ſchlieſſen„wozu ſieGelegenheit gegeben. GOtt hatte dem Adamvoͤllige Gewalt uͤber die Schaͤtze der Erdeund uͤber die Thiere in allen drey Elemen-ten eingeraumet. Cain beſchaͤfftigte ſichmit Beſtellung des Feldes, und Abel mitder Aufſicht uͤber das Heerd⸗Vieh; ver-muthlich lebten ſie auch alle beede davon,weil ſie ihre Dankbarkeit durch ein oͤffent-liches Opfer bezrigten, wozu ſie die ſchoͤne-ſten Fruͤchte, und die beſten Stuͤcke vonder Heerde ausſuchten. Hier ſehen wir denAnfang der Herrſchafft und der Anbetung,die hernach allezeit fortgeſetzet worden.
Noah bekam durchaus keine weitlaͤuf-tigere Vollmacht als Adam. Zwar erlaub-te ihm Gott ausdruͤcklich eben dasjenige,was er dem Stamm⸗Vater des menſchli-chen Geſchlechtes zugelaſſen hatte, nemlichden freyen Gebrauch der Thiere auf Erden,
ingleichen der Fiſche und der Voͤgel: Al-
lein dieſe Frepheit bekam eine Einſchraͤn-
kung. An die Erlaubniß das Fleiſch derThiere zu eſſen, war das Verbot 10an-