DieHerr-
ſchafftdesMen-
ſchen.
88 Schauplatz der Natur.
men mit einer Mahl⸗Mühle uͤberein, daein Stein auf dem andern ſich beweget,wenn das Getrayde zermalmet wird, nurdaß hier der bewegliche Zahn, welchermit dem Laͤuffer uͤbereinkommt, unten, undhingegen der unbewegliche, welcher dieStelle des Bodenſteins vertritt, oben iſt.Ihre Breite aber nimmt deswegen beſtaͤn-dig zu, damit die Speiſen deſto feiner zer-rieben werden, je groͤſſer die Muͤhlſteineſind; und je naͤher ſie gegen den Ort ge-langen, wo die beede Kinnbacken am ſtaͤr-keſten wuͤrken.
Die forderſten Zaͤhne machen ſich amerſten uͤber den Biſſen, und ſchneiden de-nen uͤbrigen ihr Stuͤcke Arbeit vor. Diefolgenden durchloͤchern und trennen, wasallzufeſte beyſammen haͤlt. Hierauf neh-men es die letztern zwiſchen ſich, und zer-brechen und zerknirſchen es, ſo viel alsnoͤthig, und biß ſie den Magen der Muͤ-he uͤberheben, die er auf die Verdauunggeviertheilter Brocken verwenden muͤſte.
Alle dieſe Werkzeuge ſind ohne Ver-nunfft. Nichts deſtoweniger nehmen ſienichts ungeſchicktes vor; ſie bemuͤhen ſichvielmehr, mit der groͤſten Einſtimmig-keit, ein allgemeine Abſicht zu befoͤrdern.Was iſt das vor eine Weisheit, die ſie re-gieret? Etwa der Verſtand des Men-ſchen? Allein, gemeiniglich iſſet und ver-dauet