Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
Seite
109
JPEG-Download
 

Vierte Unterredung. 109

UHH ĩð⁊ß d beeſung zuruͤcke bleibt, giebt dem Scheide⸗ DieKuͤnſtler keine zuverlaͤſſige Gruͤnde, woraus Serr-er die Guͤte oder Schaͤdlichkeit der Frucht ſchafftvorher ſagen koͤnte. Die Erfahrung kfren,moͤchte die Prophetzeyung zu ſchanden ma⸗ ſchen.chen, wie zum oͤfftern geſchiehet; denn dasFeuer jaget viel ftuͤchtiges weg/ oder veraͤn-

dert etwas, in deſſen natuͤrlichem Zuſtande,

oder Verbindung mit andern Materien,

die beſte Krafft der Frucht beſtehet.

Es giebt aber auch Naturkuͤndiger,welche die ganze Sache auf eine andereWMeiſe anfangen, um dasjenige auf ein-mahl zu erfahren, was man von den Tu-genden einer Ananas wiſſen kan. Sienehmen ihre Zuflucht keinesweges zu denallgemeinen Gruͤnden, ſo die Vernunfft er-kennet, und die in einem beſondern Falle nie-mahls ein genugſames Licht geben. DenAnfang zur Unterſuchung machen ſie da-mit daß ſie die Frucht in den Mund neh-men, welcher ſogleich von einem angeneh-men Saffte angefüͤllet wird, und von deſſenlieblichen Geruche noch lange Zeit hernachMerkmahle behaͤlt. Hieraus wagen ſieden Schluß, dieſe Frucht muͤſſe geſund ſeyn,und dieſes Urtheil wird auch von der Erfah-rung beſtaͤttiget. Wir muͤſſen alſo unſernGeſchmack benebſt der Erfahrung zu ratheziehen, wenn wir noch nicht wiſſen, ob eineuns unbekannte Frucht ſchaͤdlich oder 1