Fünfte Unterredung. 129
eder der vorgeſchriebenen Maͤſſigung genieſſet: DieSie beſchimpfen nur in dieſem Falle, wenn Herr-man weder Maaſe noch Ordnung haͤlt, bdafftund die Abſicht desſenigen aus den Augen d 7ſetzet, welcher das Vergnügen gemacht hat, ſchen.und taͤglich von neuem entſtehen laͤſſet.Eben die Weißheit, welche alles, wasda iſt, erſchaffen hatte, kam auch in dieWelt, und ſchaffte ab, was verderbet war.Sie fande aber nichts zu verbeſſern, alsnur unſern Willen alleine. Alles uͤbrigewar gut; und der Gebrauch davon bliebdem Menſchen unverwehret. Nur wurdeihm gezeiget er mache ſich ſelbſt wahrhaff-tig gluͤckſeelig und vollkommen vergnuͤgt;wenn ſein ganzes Thun, ohne Zwang, oh-ne Heucheley, ohne Boßheit, im Gegen-theil abet voll Maͤſſtigkeit, voll Ehrerbie-tung und voll Gelaſſenheit ſez. Inſonder-heit abet wurden ihm die Ergoͤtzlichkeitenuͤberlaſſen, als eine Sache, woran er ſei-ne Dankbarkeit uͤben, ſeine Beſcheidenheitdarlegen, ja bey gewiſſer Gelegenheit wei-ſen koͤnne, er wiſſe auch von erlaubten Din-gen ſich mit Vernunft zu enthalten. Imuͤbrigen wurden ſie weder, als ſchaͤdlich;verdammet, noch gar aufgehoben, ohner-achtet ſie bißweilen zu einem Fehltritte Ge-legenheit geben koͤnnen. Es iſt uns alleserlaubt, ausgenommen was der erſten Ein-aan zuwieder laufft, oder was unſererper-