Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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DieHerr-ſchaft

desMen-ſchen.

142 Schauplatz der Natur.

PFF ˙ udamit er die Beſchaffenheit einer Sacherecht einſehen, und ihren Nuzen beurthei-len moͤge; Endlich muß ihm auch nichtverwehret ſeyn die bequemſten Mittel zu er-greiffen, wodurch er die gewuͤnſchte Vor-theile zu erlangen gedencket. Bin ich nunim Stande zu zeigen, daß alles dieſes indem Menſchen angetroffen wird, und zwar,ſonſt nirgend, als in ihme; So habe ich voll-kommen erwleſen, daß er das EbenbildGottes auf Erden, und dazu beſtimmetſey) alles, was ſie hat und hervorbringenkan, durch einen rechtmaͤſſigen Gebrauchnuͤzlich zu machen. Denn Gott iſt aufkeine andere Weiſe der Herr aller Dinge,als durch ſeine Allmacht, die alles geſchaf-fen hat, durch ſeine unendliche Weißheit,die alles erkennet; und durch ſeine aller-hoͤchſte Freyheit, welche das Beſte erwaͤh-let, und die kraͤfftigſten Mittel zu Errei-chung ſeiner Abſicht ausſuchet.

Dieſe groſſe Wuͤrkungs⸗Krafft desMenſchen, worauf der ſtaͤrkeſte Grund ſei-ner Hoheit und ſeiner Aehnlichkeit mitGott beruhet, kennen wir bereits aus dembloſſen Anſchauen ſeiner Gliedmaſſen/ undder kuͤnſtlichen Wercke, damit er die Erdeauszieret. Wir koͤnten uns an dem praͤchti-gen Anblicke derſelbigen, mit gutem Fuge,gleich jetzo ergoͤtzen; damit wir aber einer-ley Sache nicht oͤffters wiederhohlen, ſo

bi

wol-