Siebende Unterredung. 142
eee ewollen wir dieſs Vergnuͤgen ſo lange aus-ſezen, biß wir den Menſchen als ein Mlt-glied der Geſellſchafft betrachten, und ſehen,
was er zu ihrem Vortheil unternimmt. Es
iſt dermahlen genug, wenn wir uͤberhauptnur bemercken: Die groͤſeſte Ehre, welcheGott dem Menſchen auf der Erde beyle-get, ſey dieſe, daß er neue Sachen erfin-den, und alles nach ſeiner Einſicht anordnenkoͤnne. Ein Erfinder iſt er, weil er die Er-de mit allerley Sachen erfuͤllet, welcheGOtt nicht darauf geſezt hatte. Er ord-net an; weil er unaufhoͤrlich beſchaͤfftigetiſt, entweder ſeinen eigenen Wandel ooͤdlicheinzurichten, oder andere in dem ihrigenzu ſtaͤrcken, oder die Aufſicht uͤber mancher-ley Unternehmungen zu haben, die zumTheil in ſeiner Gegenwart geſchehen, zumTheil an einem andern Orte, ja gar in ei-
nem andern Welt- Theile vorgehen.Der Biber macht ſich einen Bau, derFuchs eine Hoͤhle, und der Vogel ein Meſt.Mehr muß man nicht von ihnen begehren.Sie handeln aus einem unuͤberwindlichenTriebe, der beſtaͤndig eben derſelbe bleibt,der ihnen ſtatt der Überlegung dienet, undder folglich allezeit einerley Wuͤrckung ver-urſachet. Hatten ſie Überlegung, ſo muͤ-ſte in ihren Uuternehmungen ein eben ſomannigfaltiger Unterſcheid erſcheinen, alsin ihren Beruf Schlüſſen Hing de 0
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