Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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DieHerr-ſchaft

desMen-

ſchen.

144 Schauplatz der Natur.Menſch hat die Triebe einer Wuͤrkungs-Krafft bekommen, die ihm zwar den Muͤl-ſiggang unertraͤglich machet, keineswegesaber nur au eine einzige Art der Beſchaͤfflü-gung gebunden iſt. Er kan ſeine Überle-gung gebrauchen, und ſeinem eigenen Rathemit aller Freyheit folgen. Er forſchet; Er.unterſuchet; Er ſtellet Proben an; Er be-rathſchlaget; Er uͤberdencket; Er bemercketetwas neues; Er unternimmt ſein Vorhabenauf eine andere Weiſe; Er trachtet nacheinem beſſern Erfolge. Sein Verſtandund ſeine Haͤnde bringen etwas zum Vor-ſcheine„dazu ihm die Natur keln Muſterzelgte; Er verfertigt, Muͤhlen, Schießge-wehr und Uhren. Er ahmet dem Hoͤch-ſten nicht nur in dieſem Stuͤcke nach, daßer Sachen auf der Erde einfuͤhret, die manzuvor noch nie geſehen hatte; ſondern erhoͤret auch/ ſowohl als der Schoͤpfer, nie-mahls auf, zu wuͤrcken. Er ſſt, gleich dem-ſelben, befliſſen, ſeine Wercke in gutem Zu-ſtande zu erhalten, und mit andern abzu-wechſeln. Er verbeſſert, gleich demſelben,was ſeine Treflichkelt verliehren will, undfuͤhret die gute Ordnung daſelbſt wiederein, wo ſie geſchwaͤchet war.

Wir ſagen keines weges, der Menſchuͤbe, gleichwie GOtt, Wercke der Allmachtaus. Dieſes ware eine Laͤſterung: derMeuſch iſt kein Schoͤpfer; er kan 1 75nicht