DieSerr-ſchafftdesMen-ſchen.
154 Schauplatz der Natur.
hen, biß er die geſunkene Achſe einen Zollhoch hebeg kan. In allen uͤbrigen Faͤllen,durchlauffet die bewegte Krafft in einerleyZeit, auch einen eben ſo groſſen Raum, alsdie bewegende Krafft. Zum Beyſpiele:Es liegt in einer Wagſchale ein GebundSeide; in dle andere ſoll ſo viel Eiſen ge-legt werden, daß ſie herab fahre, jene em-por ſteige, und beede einander gleich zu ſte-hen kommen: Es fragt ſich, wie dieſes zumachen ſey? Die Regel in dieſem Falleiſt: es muͤſſe die bewegende Krafft mik derbewegten von einerley Schwehre ſeyn, undbeede einerley Raum durchzulauffen haben;Es muß alſo auf beeden Selten einerleyGewicht ſeyn; und, zum Beyſpiele, ſo-wohl die Seide, als das Eiſen, jedwedesein Pfund wiegen. Ferner, muß jedwedeSchale nicht mehr Raum durchzulauffenhaben, als die andere; Als zum Beyſpiele:Die Seide muß nicht hoͤher ſteigen duͤrfen,noch das Eiſen tiefer herab ſinken, als jed-wedes einen halben Schuh. So iſt unſe-re Mechanik beſchaffen; Keine andere ha-ben wir nirgend, weder in Mexico, nochin der Tuͤrkey, noch in Japon. Aber indem menſchlichen Leibe gehet es mit den be-wegenden Kraͤfften viel anders zu.
Erſtlich begreiffen wir nicht, wie derWille in das Gehirne wuͤrken koͤnne. Fer-ner, ſo mag diejenige fluͤſſige Materie be-ſchaffen