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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Eilfte Unterredung. 187

—.———-—helt ein Merckmahl ſeiner Herrſchafft; DieDenngleichwie der Allerhoͤchſte in dem gan⸗ Zerr-

zen Weltgebaude frey thut was er will/ vnd ſchafftder ganzen Natur fals Herr, gebietet? Al⸗ 285%ſo hat auch der Menſch nicht nur Frey⸗ chen.heit zu thun oder zu laſſen/ ſondern er iſt

auch Herr uͤber die Thiere, uͤber die Ge-waͤchſe, uͤber die Mineralien, und uͤber alles,

was auf Erden iſt, und in ſeine Sinnen

faͤllet.

Aber wie ſehr iſt zu befuͤrchten, der-gleichen wichtige Geſchenke moͤchten ihnmit Hochmuth erfuͤlen; Er moͤcht vonſeiner eigenen Vortrefſichkeit gleichſamtruncken werden; Er moͤchte vergeſſen dem-jenigen Lob und Danck zu ſagen, der ihnmit Wohlthaten uͤderſchuͤltet und nur aufdie Erſaͤttigung ſeiner Luͤſte gedencken, oderſeine eigene Geſchicklichkeit in dem, wasnicht ſein iſt, bewundern! da GOtt ſeinerWiſſenſchafft Graͤnzen geſezet hat ſollt ernicht auch ein gleiches mit ſeiner Herr-ſchafft vornehmen? Will er zugeben, daßder Menſch ſeine Hand gegen alle Fruͤchteder Erde ohne Unterſcheld ausſtrecke; daßer nach ſeinem Gefallen abhaue, verzehre,ſich zueigne, was ihm beliebt, und keinander Geſez erkenne als ſeinen Eigenſinnoder ſeine Staͤrcke? Allerdings hat GOttetwas mit der Vernunfft unzertrennlichvereiniget, welches die Herrſchafft des

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