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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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188 Schauplatz der Natur.

Menſchen maͤſiget, ſeiner Macht eine Re-gel vorſchrelbt, und ſeinen Begierden einGebiß anlegt. Dieſes iſt das Gewiſſen und

ſch 0 en der Begriff der Ordnung.

Man vermag alſo mit Grunde der

— Wahrheit zu ſagen, es ſey mit der Frey-

heit des Menſchen eben alſo beſchaffen, wiemit der Frepheit des Allmaͤchtigen. Die-ſe thut nichts ohne Überlegung und ohneBilligkeit; Alles, was ſie vornimmt, wlrddurch die Weißheit und Liebe zur Ordnungregieret: Und eben deswegen, damit derHoͤchſte den Menſchen ſein Ebenbild voll-kommen eindrucken moͤge, hat er ihn faͤhiggemacht, den Nuzen den Zuſammenhang,die Maͤſſigung, die Ordnung und die Blllig-keit einzuſehen, welche ſein ganzes Thun be-gleiten oder veranlaſſen ſolle. Der Menſchunternimt nicht die geringſte Handlung, ohneAbſicht auf einen gewiſſen Endzweck; Eriſt auch in ſeinem Herzen uͤberzeugt, daßdieſer Endzweck gerecht und billig ſeyn muͤſ-ſe. Er weiß, daß er einen Aufſeher undRichter habe, vor welchem nichts berbor-gen bleibt. Damit er Gottes nicht ver-geſſen, und ſich wenig darum bekuͤmmernmoͤge, ob ſeine Handlungen mit dem vor-geſchriebenen Endzwecke uͤbereinſtimmenoder nicht, ob ſie der Billigkeit gemaͤs oderob ſie voll Tyranney und Bosheit ſeyen;So iſt ihm ins Herz geſchrieben, was 206un