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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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210 Schauplatz der Natur.

Diebrauch-bare go-gick.

von einer Ungewißheit und von einer Dun-kelheit in die andere fallen, ſobald wir al-ler ſinnlichen Erkaͤntniß Abſchied geben, unduns in dle erhabene Gegenden eines ganzreinen Verſtandes emporiſchwingen wol—len. Alle, ſo dieſen Flug unternehmen,ſtuͤtzen mit Schimpf herab. Hingegenlaͤſſet er diejenigen, welche ſich an die ſinn-liche Erfahrung halten, eines erwuͤnſchtenErfolges, einer voͤllgen Gewißheit und ei-nes unerſchoͤpflichen Nuzens genieſſen.Sie muͤſſen nicht auf die Einbildung

verfallen, mein wehrteſter Chevalier, als

ob ich unter dieſer ſinnlichen nnd uͤberzeu-genden Erfahrung die Einbildungen ver-ſtuͤnde, die ſich mancher ohne alle Urſachemacht, noch auch die angebliche Offen-bahrungen, die Entzuͤckungen, das vermeyn-te innerliche Licht, welches nicht die gering-ſte Klarheit von ſich glebt. Ich bin welt da-von entfernet, Schwaͤrmer und Fantaſtenzu machen die ihre verwirrte Begriffe undihr verruͤcktes Gehirn vor ein Werk desGeiſtes der Wahrheit, oder ihre eigennuͤ-zige Abſichten vor Ausſpruͤche der Ver-nunfft ausgeben. Denn eben deswegenhat G Ott alle unſere Erkaͤnntniß einer ein-zigen und allgemeinen Regel zur Pruͤfungunterworfen, und unſere Gewißheit undBeruhigung auf die Erfahrung unſererSinnen gegruͤndet, damit wir die 1 65