Fwoͤlffte Unterredung. 213
2. Eine zweyte Art von einem allge“ Diemeinen Eindrucke, welcher an allen Orten Paseben derſelbige bleibt,, iſt die innerliche Em⸗ bare, 5pfindung, die wir haben, von unſern Ge⸗ Hier.dancken, von unſerm Coͤrper, von denerum uns befindlichen Dingen, und von deunvermeidlichen Macht, welche uns in ſoſchoͤner Ordnung die Vorſtellung von ei-nerley Sonne, von einerley jahrlichen Um-lauffe und von einerley Weltgebaͤude mit-theilet. Iſt wohl jemand unter uns, der nichteine innerliche Empfindung von dem Gedan-cken oder von dem Entſchluſſe habe, damit erbeſchaͤfftiget iſt, oder von dem wuͤrckſamenWeſen, das ihn zum Beherrſcher ſeinesLeibes macht? Iſt jemand„der an demdaſeyn ſeines Coͤrpers, oder der Erde, oderdes Himmels, im fechten Ernſte ei-nen Zweifel trage? Wer verſpuͤhretnicht die Wuͤrkungen dieſer beherrſchendenKrafft, welche an uns, auch wider un-ſern Willen, ſolche unveraͤnderliche Em-pfindungen verurſachet, welche eben dievorigen ſind, ſo offt ſie entſtehen? Wirmoͤgen ihr nun den Namen, GOtt, dey-legen wollen, oder nicht; ſo verſpuͤhren wirdoch nichts deſtoweniger ſeine Gewalt, undkoͤnnen uns derſelbigen nicht entziehen.Wenn wir alle Einwohner von Paris, ei-ne ganze Million Menſchen, in der Ebenevon Grenelle verſammeln, ſo beruͤhret dieThurm⸗Spize 2 1 dem Invaliden 1
3 e