Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Fwoͤlffte Unterredung. 267

4JJͤ] ĩx—pv ᷑᷑und ſcharfſinniger, dahingegen jene ihnplump und verwirrt macht. Da ſiehtman nun, was man damit gewinne, wennman ſich allzugenau an die Kunſt⸗Re-geln bindet. Die Weiſſe, wie die Schul-weiſe gedencken, iſt gar offt eben ſo be-ſchaffen, wie der Gang einiger Tanz-meiſter. Dieſer ihr Verſtand hat ſeinenSitz in den Fuͤſſen, wie man ſehr leichtemerken kan; Ein wohlerzogener Menſch,der ſich ſo viel Mühe nicht giebt, hat ein weitſchoͤnern Gang, darum weil ſolcher unge-zwungen laͤſſet. Wer ſeine Schluͤſſe uͤbereine vorgegebene Materie nach dem Re-geln der Schul⸗Logick einrichten wolte, derwaͤre noch einem Kinde aͤhnlich/ das beyſeinem lateiniſch⸗ reden ſich immer auf die-ſe oder jene Regel beſinnet. Ein ſolcherZwang wuͤrde den Verſtand abſchreckenund auf Irrwege leiten, weil er ſich mehrum die Methode, als um die Sache ſelbſt,

bekuͤmmern muͤſte.Ferner iſt auch aus der Erfahrungbekannt, daß ein Mund, der een iſtau-

——beſchaffen iſt, die dergleichen Geſchicklich-keit nicht haben, auch ſodann, wenn ſiemeynen, nun hatten ſie was vortreflichesausgedacht. Es wird wohl in Ewigkeitwahr bleiben, daß derjenige nimmermehreine Geſchicklichkeit erlangen wird, der ſichkeine Muͤhe deswegen gibt.

8 Dierauch-bore 455gick.