Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
Seite
327
JPEG-Download
 

Dreyzehende Unterredung. 327

die Stellung der Figyten, als, zum Bey⸗ Dieſpiele: kehren Sie di Dreyecke um, legen Neßſie auf die Seite, u. ſ. w. und bringen Bunſt.Ihre Beweiſſe dabey an: Aendern Siehernach die Buchſtaben, verwechſeln ſie,

oder ſetzen, an ſtatt a be. kIm, oder anderebeliebige, und bedienen ſich ſelbiger auch

in Ihrem Beweiſſe. Dieſes wird Sie

in kurzer Zeit in den Stand ſetzen, daß

Sie auf die Sache ſelbſt Acht haben koͤn-nen, ohne durch die zufaͤllige Umſtaͤndegehindert zu werden. Es wird Ihnen her-

nach leicht fallen, in ſehr zuſammen geſetz-

ten Figuren, die Gleichheit und Aehnlich—

keit der Dreyecke zu erblicken, worauf al-

les ankommt. Hingegen ein anderer, wel-

cher ſich auf dieſe Weiſſe nicht geuͤbet hat,

wird ſo dann lauter Verwirrung ſehen, und

ſich nicht heraus zu helfen wiſſen. Inſon-derheit aber befleiſſigen Sie ſich, derSchwierigkeit abzuhelfen, welche die Zier-lichkeit der Figuren verurſachet. Wer ſichgaͤnzlich daran gewoͤhnet, dem kommt al-

les fremde vor wenn er ſeine Meynung

von einem Riſſe ſagen, oder eine Aufga-

be aufloͤſen ſoll, ſo nur ſchlecht hin entwor-

fen ſind. Beſchreiben Sie derowegenauch zu weilen ihre Figuren, aus freyerHand ohne andere Inſtrumente, ſo gut ſiegerathen wollen, und bringen ihre Beweiſ—

ſe dabey an. Denn Sie muͤſſen bemer-

ken, daß der Beweiß nicht von der Figur