4 Schau⸗Platz der Natur.
Der Ur- derer Menſchen, und unter dem Bedinge 8
ſprung der Wiedervergeltung. Solange als der 8der Se, Menſch ſeine eigene Geſchicklichkeit zum
ſellſchaft. gemeinen Beſten anwendet, ſo lange ver⸗ 9ſpuͤhret er auch die Dankbarkeit der Ge-
ſellſchafft, indem ſie ihme alles uͤbrige ver⸗ 7
ſchaffet, was er noͤthig haben mag. Sie 5
verſiehet ihn mit allen Erfindungen die je⸗ f
mahls gemachet worden, und mit allen 1
Paaren die irgendwo zu haben ſind. Sie 5
erſpahret ihm Zeit und Muͤhe. Die
Guͤter ſind eigentlich der ganzen Geſell⸗ d
ſchafft, nicht aber einem vor ſich alleine ge⸗ 5
geben worden: der Menſch erlanget kei⸗ d
nen Antheil an der Mannigfaltigkeit den
Goͤttlichen Gaben, als nur durch ſie. 2
Die Fruͤchte der Erde ſind eben alſo d
wie die Geſchicklichkeit der Menſchen, uͤber
den ganzen Umkreis unſers Wohn⸗Pla⸗ 5
tzes vertheilet, deswegen, damit ſeine Ein
wohner einander mittheilen moͤchten was 0
ſie wiſſen, gleichwie ſie einander mitthellen
was ſie haben. Wer demnach aus der e
Geſellſchafft tritt, der ſtifftet ein zweyfa-„
ches Ubel. Er ſuchet dasjenige mit vielen z
Muͤhe, was ihm die Geſellſchafft ohne v
Weitlaͤufftigkeit zu liefern anbietet, folg-
lich verderbet er ſeine Zeit; und er ver⸗ Knachlaͤßiget entweder die Gaben die er zuihrem Dienſte empfangen hatte, oder er f.vergraͤbet ſie ungerechter Weiſe. Dahſſ