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Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
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10 Schau⸗Platz der Natur.

Der Ur, Cammeraden und Tiſch Genoßen, denſprung übrigen Thleren, unterſcheiden koͤnte. Imder Ge- Anfange fraß das Schwein und derſellſchaft. Menſch die Eicheln miteinander, und ſie

ergoͤtzten ſich beede ungemein an den Buch-

Eckern. Hernach aber vereinigte ſich ein

Menſch mit dem andern, damit ſie deſtobeßern Antheil an den Fruͤchten der Erdehaben moͤchten; und die Pflichten der Ge-ſellſchafft ſind nichts anders als eine Ver-gleichung ihres unterſchiedlichen Nutzens.Die Stoiei nahmen die Sache auf eineandere Weiſe, ſie ließen den Eigennutz fah-ren, und machten ſich von aller Gegen-Verbindlich keit frey, welches gewiſſer maſ-ſentauf den vorigen Grund⸗Satz hinaus-laufft. Denn, indem ſie glauben, derMenſch ſey ſich ſelbſt genug, und es koͤnneweder ein leiblicher Schmerz noch eineandere Beleidigung dem Gemuͤthe desWeiſen etwas anhaben, ſo bleiben ſie vorſich; ſie tragen kein Mitleiden, wenn je-mand uͤber Ungluͤck klaget; und da ſie vonniemand etwas fordern, ſo ſind ſie auchniemand etwas ſchuldig. Diejenigen al-ſo, welche den Menſchen zum Wildfangemachen, die vernichten ſeine Pflicht: unddie meiſten, welche ihn geſellig machen,ſorgen meiſt eben ſo ſchlecht vor ſein Gluͤck-indem ſie es nach nichts anderes als nach

dem Eigennutze abmeßen.Nun-